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foodservice – Kolumne – Kaffee mit eigenem Label – auch als Retail-Artikel

Artikel vom 7. Juni 2018

Dr. Steffen Schwarz, Inhaber von Coffee Consulate, Mannheim
www.coffee-consulate.com

 

Kaffee mit eigenem Label – auch als Retail-Artikel

Gastronomen werden immer häufiger zu Spezial-Lebensmittelhändlern. Auf kleinen Retail-Flächen bieten sie Merchandising-Produkte wie Weine, Gewürze oder Pasta unter ihrer eigenen Marke an, die sonst standardmäßig nicht im LEH erhältlich sind – oder gelistet werden wie die Gewürze von Schuhbeck. Damit kann sich der Gast ein besonderes Lebensgefühl nach Hause holen. Eine ganz spezielle und nachhaltige Möglichkeit liefert ein Kaffee mit eigenem Label, der im Restaurant oder Café serviert wird und dessen Bohnen in 250-g- oder 500-g-Einheiten für den Hausgebrauch erhältlich sind. Damit hat der Gast ein Produkt in der häuslichen Küche, das ihn jeden Morgen an das Restaurant bzw. Caf. erinnert. Dann motiviert es den einen oder anderen vielleicht zu einem nächsten Besuch. Bestes ProductPlacement! 

Wie geht man vor?
Zunächst muss der Gastronom überprüfen, wie viel Kaffeebohnen er im Jahr verbraucht, sowie seinen Bedarf inklusive Retail-Prognose berechnen und sich einen passenden Röster suchen. Die nächste Frage, die sich stellt: Welche Getränke möchte man vornehmlich zubereiten? Espresso, Cappuccino, Americano,… Mit dem Röster zusammen – ob klein oder groß – stimmt der Gastronom dann die Bohnen mit dem Wasser vor Ort ab, um ein perfektes Geschmacksprofil zu erhalten. Dem Verpackungsdesign kommt vor allem für den Außer-Haus-Verkauf eine gewichtige Rolle zu. Zu guter Letzt können beispielsweise Desserts auf den Kaffee abgestimmt werden – ganz im Sinne des Foodpairing-Trends. Eine Reduktion aus Espresso als Bestandteil eines Gerichts erweckt ebenfalls Aufsehen. Erfolgreich ist, wer das Thema richtig für sich nutzt, es hervorhebt und dem Gast erklärt. Mit Tischaufstellern oder Flyern lassen sich Informationen gut übermitteln. Wenn man eine Marke hat, muss man diese auch leben. Dazu gehört, dass das Drumherum stimmt – beispielsweise neue Tassen angeschafft werden müssen. Es ist überaus wichtig, dass der Gastronom selbst gerne Kaffee trinkt. So schmeckt er auch schnell heraus, ob die Zubereitung in Ordnung ist.

Achtung: Bei einem Kaffee unter dem eigenen Label gehen Fehler direkt aufs Konto der Marke. Mit Gleichgültigkeit und Leidenschaftslosigkeit vernichtet man alles! Dieser Spruch lässt sich auf das gesamte Leben projizieren – und natürlich auch auf das Kaffeeangebot im Außer-Haus-Markt!

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Quelle: foodservice | Ausgabe 01/2017 | www.food-service.de |

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